Die ist der zweite Teil unserer kleinen Serie zur Veranstaltung “Digitales Briefgeheimnis, soziale Medien und Co.”

 Willst Du einen Keks?

Wir haben mit Birgit Sippel, Mitglied des europäischen Parlamentes und parlamentarische Verhandlungsführerin für ePrivacy, keine Kekse gebacken. Aber in der Diskussion viel über Cookies, also Kekse gesprochen.
Ein Keks oder sogar ein Weihnachtsplätzchen muss vor allem lecker sein. Lecker liegt dann auf der Zunge und ist ein ganz persönliches Empfinden.

Beispiel Inhalt eines Cookies
1=Das Land/Eure Sprache    2=Eure User-ID  3=Eure Bildschirmauflösung also welches Gerät

Ganz persönlich können auch virtuelle Cookies werden. Nicht, weil wir sie so lecker finden, sondern weil sie so viel von uns persönlich speichern können. Stück für Stück werden immer mehr Daten erfasst. Soziale Medien, wie auch Messenger Dienste, können hierbei noch raffinierter vorgehen. Sie leiten aus unserem Online-Verhalten unsere Interessen ab und können dieses Profil dann verkaufen.
Nicht mit Martina Mustermann als Titel aber als Frau im Alter von X, interessiert sich für modische Handtaschen, italienisches Essen und Krimi-Literatur. Hat vermutlich Kinder oder Enkel und sucht dafür im Zeitraum X immer Geschenke. Daraus lassen sich dann spätestens für die Geschenke doch wunderbar zugeschnittene Angebote machen.
Ist es schon so schlimm? Oder soweit? JA.

 

DSGVO
Wir haben allen schon Cookies zugestimmt, aber wer wusste schon genau, wozu er da zustimmt?
Vor der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) war es auch möglich das ganze umzukehren. Keine Reaktion wurde als Zustimmung gewertet. Das geht jetzt nicht mehr. Jetzt muss uns in einer Datenschutz-Erklärung auch genau erklärt werden, was so eine Webseite überhaupt mit Daten macht. Als Beispiel hier unsere Datenschutz-Erklärung.

Datenschutz

Hält eine Webseite oder ein Dienst die DSGVO ein, dann müssen wir der Speicherung oder sogar auch Nutzung unserer Daten zustimmen oder können eben auch ablehnen. Wir bekommen erklärt, was für Daten erhoben werden und was damit getan wird.
Das ist etwas ganz anderes als ein Cookie-Banner, das über einer Seite schwebt und dann haben wir ohne Reaktion zugestimmt. Wozu, wusste man doch so gut wie nie.

 

Von der DSGVO sind auch Vereine betroffen. So kamen natürlich auch Fragen von den Teilnehmern unserer Veranstaltung und auch unserer Bürgermeister Martin Michalzik wies auf die Problematik gerade für kleine Vereine hin.
Wer dort mit den Daten seiner Mitglieder arbeiten muss, hätte jedoch auch in der Vergangenheit schon ein entsprechendes Schreiben unterzeichen müssen. Also dass er die Daten nur für den ihm anvertrauten Zweck in seiner Vereinstätigkeit benutzt.

 

Was ist der Unterschied zwischen Session-Cookies und Tracking-Cookies?
Session-Cookies werden nach der Session, also der Internet-Sitzung gelöscht. Diese helfen uns, dass wir zum Beispiel in einem Shop nicht bei jeder neuen Such nach einem Artikel oder jedem Wechsel der Kategorien noch einmal neu unseren Benutzerdaten wie Benutzername und Passwort eingeben müssen. Jeder hat sicherlich schon einmal erlebt, dass er nach einer bestimmte Phase der Inaktivität, vielleicht abgelenkt durch einen Anruf, diese Daten dann doch noch einmal eingeben musste.

Tracking-Cookies können zeitlich begrenzt sein müssen aber nicht. SESSION-Cookies sind immer nur temporär solange der Browser läuft.

 

 

 

In der Datenschutz-Grundverordnung geht es um den Schutz unserer Daten.
Bei ePrivacy geht es um den Schutz unserer Kommunikation.

Beides ist in den meisten Fällen verknüpft.

Wenn wir an Automaten mit Barzahlung einen Fahrschein kaufen, so ist dies noch ohne Erhebung unserer Daten möglich. Der Automat speichert vermutlich aber unsere gewählte Strecke, den Preis etc. Damit man dies später intern abrechnen kann.
Buchen wir unser Ticket online, so wird plötzlich unser Name verlangt. Wir müssen allem möglichen zustimmen, sonst bekommen wir kein Ticket.
Auch hier will ePrivacy laut Birgit Sippel ansetzen. Es muss möglich sein diesen Dienst zu nutzen, auch wenn wir dort nicht verraten welche Haustiere wir besitzen und welches Auto wir fahren. Ich übertreibe hier bewusst.

“Privacy by Design” und/oder “by Default”?
Wie war das noch mit Cookies und löschen? Es gibt Cleaning Tools für diese Vorgänge oder man kann diese im Browser löschen. Aber es ist leider derzeit nicht so, dass ein neuinstallierter Browser von sich aus dafür sorgt, dass alle Cookies wieder gelöscht werden. Man muss sich damit bewusst auseinandersetzen. 
Im Rahmen von ePrivacy wünscht sich nicht nur Birgit Sippel als Mitglied des Europäischen Parlamentes, dass Browser und selbstverständlich auch Messenger und andere Dienste in Zukunft so “designt” sind, dass man bereits geschützt ist.
Dazu kam auch eine Frage auf unserer Versammlung auf.
Wenn man derzeit das Speichern von Cookies komplett ablehnt, kann dies dazu führen, dass Dienste nicht mehr arbeiten. Als Beispiel war das Arbeiten im Online-Bereich einer Fernuniversität nicht mehr möglich.
Es ist derzeit aber nicht möglich, nur dieser Fernuniversität den Cookie zu erlauben und alle andere Cookies zu verbieten. Es ist sogar so, dass nicht der Cookie Fernuniversität nur von dieser gelesen werden kann, sondern eben auch von der nächsten Webseite, die sich für Cookies interessiert. 
Hier wären wir auch wieder beim Beispiel des Bahn-Tickets. 

Es wäre doch Klasse, wenn wir in Zukunft ab Installation erst einmal maximal geschützt sind. Und wir dann bewusst entscheiden können, welche Daten wir wem zur Verfügung stellen.
Wenn wir dabei darüber informiert werden, wofür diese Daten genutzt werden.
Wenn wir darüber informiert werden, wie wir bei einem Online-Dienst verfahren können, wenn wir diesen nutzen möchten, ohne unsere Daten Preis zu geben. 
Oder auch wenn wir verständlich mehr darüber erfahren würden, was mit unserer “Kommunikation” geschieht.
Wer was mit “loggt” oder liest. Was privat bleibt.
Vielleicht gelangen wir so an einen Punkt, an dem uns ganz deutlich bewusst ist, mit welchen Daten wir für eine Dienstleistung bezahlen.
Facebook kostet uns kein Geld, wir bezahlen mit unseren Daten.
Einige E-Mail-Dienstleister kosten uns kein Geld, wir bezahlen….
Vielleicht kann ich mich in Zukunft dann ganz bewusst entscheiden, welche Daten ich Preis gebe und welche Dienstleistung ich dafür erhalte.

 

Wir weisen hier ausdrücklich darauf hin, dass dieser Beitrag keine Rechtsberatung darstellt und wir diese auch nicht anbieten.

(Text: Inga Westermann. Technische Details: Ralph Kopschek, Fotos: Ralph Kopschek)

Befragung Sommerzeit

Umstellung Sommerzeit / Winterzeit – Ein Graus!

Es ist längst bewiesen, dass die Umstellung von Winterzeit auf Sommerzeit uns schadet. Nachteulen um so mehr quält.
Und alles in allem nicht mehr notwendig ist, um irgendwelche Energiekosten zu sparen.
Noch viel schlimmer das Ganze nagt an unseren Energien.
Die Umstellung auf die Winterzeit geht gefühlt ja meistens noch. Länger schlafen. Aber wer nicht gerne länger schläft, ist plötzlich zu früh wach.
Andersherum eine Stunde früher aufstehen, damit nun Sommerzeit ist. Eine Qual für viele und für unseren Körper um so mehr.

Ich brauche diese Umstellung nicht. Mein Körper auch nicht.
Wie geht es Euch damit?

Die EU befragt jetzt die Bürger zur Sommerzeit. Offenbar nehmen so viele an der Befragung Teil, dass die Server zwischendurch immer wieder nicht erreichbar sind.
Aber bleibt dran. Macht mit!

Dieser Link leitet zur Befragung der EU weiter:

Abstimmungslink zur Zeitumstellung

Die ist der erste Teil unserer kleinen Serie zur Veranstaltung “Digitales Briefgeheimnis, soziale Medien und Co.”

ePrivacy – Was ist das eigentlich?

 
Am 28.06.2018 war Birgit Sippel, Mitglied des europäischen Parlamentes und parlamentarische Verhandlungsführerin für ePrivacy, bei der SPD Wickede (Ruhr) zu Gast.
“Digitiales Briefgeheimnis, soziale Medien und Co.” war der Titel unserer Veranstaltung.
Darin kommt ePrivacy gar nicht vor, oder doch?

ePrivacy

ePrivacy steht für elektronisch oder auch digital.
Privacy bedeutet Privatssphäre. 
Schön. Was sagt uns das nun?
Es geht darum, wie unsere digitale Kommunikation geschützt wird.
Es geht um das digitale Briefgeheimnis.

Wenn wir einen Brief schreiben, kann den normalerweise nur der Empfänger lesen.
Wenn wir eine E-Mail schreiben, kann diese normalerweise nur….. wer lesen? Stop.
Genau da fängt es an. Ich schreibe eine E-Mail an Otto. Wir planen einen Tisch zu kaufen. Größe und Material werden hin und her kommuniziert.
Immer mehr Details zu unserem Tisch-Projekt werden festgehalten.
Es ist möglich, dass diese Kommunikation auch der E-Mail-Dienstleister liest. Dort sitzen natürlich jetzt nicht hunderte Personen, die E-Mails lesen. Aber Algorithmen können auswerten. Begriffe werden gefiltert. Unser Profil dort wird erweitert.

 

Als ich vor ein paar Jahren einen neuen Kühlschrank gesucht habe, bot mir Facebook plötzlich immer mehr Kühlschränke an.
Ist das denn schlimm, werden einige Fragen? 

 

Warum sollte digitale Kommunikation vertraulich und privat sein?
Genau diese Frage hat uns Birgit Sippel auch gestellt. Es geht um demokratische Grundwerte. Um den Schutz der Demokratie.
Wir leben in einer Demokratie.
Wir können dürfen, ja manchmal sogar müssen, unseren Staat kritisieren. Auch in einer E-Mail oder Messenger-Nachricht. Wir können fluchen und schimpfen.
Ohne, dass wir danach eingeschränkt werden. Immer mehr wird digital. Nächstens können wir auch mit unserem Arzt online kommunizieren. Das ist privat. Das geht niemanden etwas an.

 

Außerdem, mal ganz ehrlich. Wer möchte denn komplett durchleuchtet werden? Ich möchte selbst entscheiden, wer meine Kommunikationsinhalte erfahren darf.
Und wenn ich mit Otto zusammen beschließe, dass wir einen knatschroten Tisch bestellen, auf dem der neue Slogan schlechthin zu sehen sein wird, dann hat dies geheim zu bleiben.
Bis wir unseren genialen neuen Tisch der Öffentlichkeit präsentieren. Das entscheiden dann aber wir. Wir entscheiden wo und wann wer davon erfahren soll.
Und kein Algorithmus.

Wir weisen hier ausdrücklich darauf hin, dass dieser Beitrag keine Rechtsberatung darstellt und wir diese auch nicht anbieten.

(Text und Grafik: Inga Westermann)

Wir waren vor Ort um uns das an zuschauen.

Haben selber Eindrücke gesammelt um auch besser die Situation beurteilen zu können. Darauf hin haben wird unsere Pressemitteilung erstellt.

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Wir freuen uns Birgit Sippel, Mitglied des Europäischen Parlamentes und Parlamentarische Verhandlungsführerin für ePrivacy bei uns in Wickede (Ruhr) begrüßen zu dürfen. Außerdem steht für Rückfragen ein IT-Fachmann zur Verfügung, der sich bereits mit der DSGVO für die Internet-Seiten/Apps seiner Kunden auseinander gesetzt hat. Wir weisen darauf hin, dass es sich dabei um keine Rechtsberatung handelt.

 

Wir laden alle Interessierten, Bürgerinnen und Bürger, Genossinnen und Genossen ein,am 28.06.2018 ab 18 Uhr in die Diskussion einzusteigen. Veranstaltungsort: Bürgerstuben (hinterer Saal). [mehr]

Dieses Thema betrifft uns alle, als Privatperson, als Unternehmer oder Selbstständige.

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Die SPD Fraktion Wickede (Ruhr) hat auf die Pressemitteilung der Soester Kreisverwaltung vom heutigen Donnerstag (21. Juni 2018) zum Bericht des Soester Anzeigers reagiert und bezieht hier Stellung zum Thema “Verkehrssicherheit von Fußgängern, Rad- und Rollstuhlfahrern”.

Dieses Thema ist bereits länger bei uns im Blickfeld.
Lesen Sie dazu unsere Mitteilung von SPD-Fraktionssprecher Julian Bräker Weiterlesen

Mitgliederversammlung mit Berichten

 

Bei der gut besuchten Mitgliederversammlung am 8. Juni standen die Delegiertenwahl für die Delegiertenversammlung auf Kreisebene der SPD (UB Soest) für die Europawahlen und die Berichte des Kreistagsmitgliedes, der Fraktion und der Arbeitsgemeinschaften im Mittelpunkt.

 

Zur Europawahl 2019 stellt sich erneut unsere erfolgreiche Europaabgeordnete, Birgit Sippel, zur Wahl. 5 Vertreter/innen der SPD Wickede werden an der Versammlung, die am 15. September in Warstein stattfindet, teilnehmen.

Birgit Sippel kommt am 28.06. um 18 Uhr zum Thema Datenschutz und ePrivacy in die Bürgerstuben (hinterer Saal).

Jürgen Lörenz (stellv. Vorsitzender), Natalie Zimmermann (Kassiererin), Bärbel Dittrich (stellv. Vorsitzende und Kreistagsmitglied) sowie Norbert Spieth (stellv. Fraktionsvorsitzender), Foto: Tim Fischer

Unsere Kreistagsabgeordnete, Bärbel Dittrich, berichtete über die neuesten Entwicklungen beim Bücherbus und ihr Engagement in einer Arbeitsgruppe, die sich intensiv mit dem Thema Fachkräfte in der Pflege beschäftigt.

 

Der stellvertretende Vorsitzende der Fraktion, Norbert Spieth, ging auf die wesentlichen Eckpunkte des Haushaltes 2018 und die daraus resultierenden Investitionen ein.

 

Kevin Cheshire berichtete für die größte Arbeitsgemeinschaft der SPD Wickede die AG 60 Plus. Die AG traf sich an jedem zweiten Dienstag im Monat im Bürgerhaus. Mit ca. 30 Personen sind die Treffen immer gut besucht. So auch der Ausflug zum Möhnesee im letzten Jahr. 2019 möchte die AG 60 Plus ihren 25. Geburtstag gebührend feiern, die Gründung war am 03.03.1994.

 

Norik Velmer berichtete für die AG der Jungsozialisten (Jusos). Die Rote Hütte auf dem Weihnachtsmarkt war wieder ein voller Erfolg. Vom Gewinn wurde das Mobiliar des Unterstandes an der Ruhr mitfinanziert und auch das Soester Tierheim freut sich auf eine Sachspende.

Text: Bärbel Dittrich, Foto: Tim Fischer

Rückkehr zur Beitrags-Gerechtigkeit

Die Krankenkassenbeiträge sind ab 01.01.2019 endlich wieder gerecht!

 

Beitrags-Gerechtigkeit, Parität bei den Krankenkassenbeiträgen was heißt das?

Derzeit zahlen Arbeitnehmer mehr als Arbeitgeber. Die Arbeitnehmer zahlen den sogenannten Zusatzbeitrag noch allein.
Gerecht ist das nicht und diese Ungerechtigkeit stammt noch aus Zeiten, in denen es unserer Wirtschaft schlechter ging.

Ab dem 01.01.2019 wird auch der Zusatzbeitrag gerecht verteilt. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen dann je die Hälfte. Das heißt Arbeitnehmer zahlen etwas weniger als bisher, Arbeitgeber zahlen mehr und beteiligen sich damit endlich am Zusatzbeitrag.

Damit ist die Forderung aus unserem Wahlprogramm umgesetzt!