Am heutigen Samstag hat sich die SPD-Fraktion mit den Anwohnern des Eichendorffrings zu einem Vor-Ort Termin getroffen, um noch einmal die Argumente der Anwohner zur möglichen Photovoltaikanlage Warmener Weg an passender Stelle zu diskutieren. Die Anwohner hatten in der Veranstaltung vergangene Woche Montag ja bereits gesagt, die Beteiligten mögen sich doch einfach mal vor Ort ein Bild von der Situation machen, dem sind wir als Fraktion natürlich gerne nachgekommen. Die rege Beteiligung der Anwohner am heutigen Termin zeigte uns, dass das Thema für die direkten Anlieger, aber auch darüber hinaus, eine große Bedeutung hat.

Zwar kennen alle Fraktionsmitglieder natürlich grundsätzlich den Eichendorffring, den Warmener Weg und das Feld, aber wir haben heute auch noch einmal die mögliche Nähe zu den Gärten, die Abstände zur Wohnbebauung und die Fläche der Anlage abgeschritten und so greifbarer gemacht. Wer bisher als Anwohner einen freien Blick aufs Feld hatte, bei dem kann wohl jeder nachvollziehen, dass derjenige keine 2,20 m hohe Anlage und einen noch höheren Zaun mit Stacheldraht direkt vor dem Garten haben will, ganz abgesehen von möglichen Blendwirkungen. Wir als Rat müssen uns natürlich auch von subjektiven Eindrücken lösen und auch das Interesse der Antragsteller sehen und die rechtlichen Rahmenbedingungen. In anderen Bundesländern gibt es bereits rechtliche Regelungen zu Abstandsflächen zwischen Photovoltaikanlagen und Wohnbebauung und ebenfalls Urteile zu möglichen Wertminderungen der Häuser/Grundstücke. Dies ist in NRW bisher nicht der Fall, so dass dies keine direkte Grundlage sein kann.

In unserem Interesse liegt es natürlich, eine Lösung zu finden, mit der alle Seiten leben können, ohne dass es hier evtl. sogar noch zu Rechtsstreitigkeiten kommt. Entsprechend will die Entscheidung in der nächsten Sitzungswelle gut vorbereitet sein und dies unter Einbeziehung aller Meinungen und der rechtlichen Situation.

(Text: Julian Bräker)

Foto: Julian Bräker
Foto: Julian Bräker
Blick auf die Rückseite des Eichendorffrings und das betreffende Feld, Foto: Inga Westermann
Blick auf die Rückseite des Eichendorffrings und das betreffende Feld, Foto: Inga Westermann