Die SPD Wickede begrüßte Nadja Lüders, Generalsekretärin der NRW SPD aus Dortmund zum Thema Gerechtes Wohnen und diskutierte auch über die SPD an sich.

Es wird immer mehr mit Wohnraum spekuliert. Betongold und Luxussanierungen sind hier nur Stichworte. Hinzu kommen teils „seltsam“ hohe Nebenkostenabrechnungen großer Wohnungsgesellschaften.
Hier geht es um Geld und nicht mehr um Menschen, das muss sich ändern und dies heißt auch, dass der Staat mehr eingreifen muss.

Nadja Lüders

Nadja Lüders sieht Wohnen als Grundrecht. Es geht um das Dach über dem Kopf und vor allem sich zu Hause fühlen. Hier muss Spekulationen und Wucher Einhalt geboten werden.

Nicht nur Alleinerziehende und Alleinstehende finden immer weniger bezahlbare Wohnungen. Die Stadt Köln denkt über Werkswohnungen nach, da sie kaum noch Fahrer für Straßenbahnen und Busse findet, weil diese keine bezahlbaren Wohnungen mehr in Köln finden.

 

Auch sozialer Wohnungsbau kann hier eine Lösung bieten. Diesen muss man aber wollen und sich bewusst dafür entscheiden.
Dies kann z.B. wie in der Stadt Dortmund bedeuten, dass Bebauungspläne 30 % für sozialen Wohnraum vorschreiben und Investoren dies umsetzen müssen.

Wickede als kleine Gemeinde besitzt keine eigene Wohnungsbaugesellschaft. Hier könnte eine von der NRW-SPD geforderte noch zu gründende neue Landeswohnungsbaugesellschaft helfen. In diese bringen sich die jeweiligen Kommunen entsprechend ihrer Grundstücke ein und die Gesellschaft plant und baut nach Vorgaben der Kommunen.  Wohnraum mit gerechten Mieten ließe sich so schaffen. Aspekte wie barrierefreies oder barrierearmes Wohnen können hier beachtet werden.

Auch das ehemalige Mannesmanngelände sollte gerechtes Wohnen berücksichtigen.

 

Das Thema Abschaffung der Anliegerbeiträge ist auf Landesebene im Übrigen noch nicht vom Tisch. Die SPD-Fraktion hat dazu eine Gesetzesvorlage eingebracht und dazu müssen jetzt erstmal Experten angehört werden und dann geht es zurück ins Plenum.

 

Die SPD Wickede nutzte auch die Gelegenheit mit der Generalsekretärin der NRW-SPD Tacheles zu reden über Zustand und Zukunft der Partei. Klare Ziele müssen formuliert werden. Wie ein moderner Sozialstaat, der in Notlagen an der Seite der Bürger steht und diesem nicht sein Erspartes wegnimmt. So darf zum Beispiel Arbeitslosigkeit oder auch die Pflege der Eltern nicht in die Armut führen.

Text: Inga Westermann, Fotos: Dittrich

Diskussions-Veranstaltung zum Thema Gerechtes Wohnen